Meisterehrung 2014 14. Nov 2014 17:07 Uhr

Nur fünf Wochen nach dem Finale in Aufenau war es soweit:

Die 20. Hessencupsaison wurde mit der großen Meisterfeier abgeschlossen. Tatort war diesmal
das Gemeinschaftshaus in Hahnstetten, wenige hundert Meter von der
Crossstrecke des MSC Kaltenholzhausen entfernt. Die „Hütte“ war, wie in den
vergangenen Jahren, mit schätzungsweise 250 Gästen zum Bersten gefüllt.
Mit geringfügiger Verspätung eröffnete „Mister Hessencup“ Wolfgang Büttner
die Veranstaltung und der lange Reigen der Ehrungen begann ohne Verzögerung.
Büttner, selbst in der „Classic“ als Viertplatzierter geehrt, übergab die
Pokale, Andreas-Lefty Faber brachte die Masse der Sachpreise unters Volk und
Streckensprecher Jörg Stolz moderierte den Abend gewohnt unterhaltsam.
Sein Sprecherkollege Hannes Breitel war diesmal für die passende musikalische
Untermalung verantwortlich.
Achtzehn Klassen und Teamwertungen wurden geehrt, 95 Pokale kamen an
den Mann bzw. die Frau. Die meisten erschienen persönlich, einige wenige waren
verhindert. Der überragende Meister in der MX2 Jugend, Fabian Bittel, hatte
sich wegen einer „Autopanne“ entschuldigt. Vizemeister Nick Engel indes
humpelte mit Krücken auf die Bühne; die Folge eines Sturzes mit Schien- und
Wadenbein-Trümmerbruch. Bei den Ehrungen der Quads wurde Vizemeister Lubomir Hunka vom
MSC Aufenau von Jörg Stolz als sein „Stift“ vorgestellt, denn der aus Tschechien stammende
Fahrer hatte dieses Jahr schon bei der EM in Aufenau und bei der WM in Straßbessenbach als
Co-Sprecher fungiert!

Im Rahmen- und Showprogramm trat eine Tanzgruppe im bayerischen Outfit
auf und danach gab das Kaltenholzhausener Clubmitglied Thomas Lotz tiefblickende
Einblicke in das Fahrerlagergeschehen bei den Hessencuprennen – ein
satirischer Vor-Karnevalsvortrag, der die Zuhörer begeisterte.
Lefty Faber als Hessencup-Vertreter des ADAC Hessen-Thüringen hielt zuletzt
noch eine emotionale Ansprache an die Aktiven und Gäste. Er wies auf die große
Bedeutung des Hessencups als Clubsportserie hin und erinnerte daran,
dass einiges an Preisgeld an die Fahrer in 2014 ausgeschüttet worden sei. Weiterhin
verkündete Lefty, dass der Hessencup in 2015, nach einem Jahr Pause,
wieder in Langgöns starten werde.
Im Anschluss an die Hessencup-Ehrungen nahmen Christian Schröder und Robin
Hannes die Ehrungen der Erstplatzierten im DMV BRC MX 2-Takt-Cup vor
und überschütteten diese neben den Pokalen mit einer wahren Flut an wertvollen
Sachpreisen. Nach der Saison ist vor der Saison: Schon in den nächsten Tagen werden sich
die Offiziellen des Hessencups nach dieser gelungenen Siegerehrung zusammensetzen,
um Termine und Eckdaten des 21. Hessencups 2015 festzuzurren.

Pressebericht Wolfshausen 23. Sep 2015 15:49 Uhr

10. Lauf: 12./13. September Weimar-Wolfshausen

 Vorentscheidungen in Wolfshausen

Auch beim vorletzten und damit vorentscheidenden Lauf zum HFM Motocross Hessencup im mittelhessischen Weimar-Wolfshausen gab es wieder volle Starterfelder.

Zwar wurden wegen einer Jugendveranstaltung zum gleichen Termin die Jugendklassen diesmal außen vorgelassen. Doch stattdessen hatte der MSV Lahnberge im ADAC ein attraktives Rahmenprogramm: Zum einen starteten die Damen um Wertungspunkte für den DMV Ladies Cup 2015. Und zum anderen erlebten die Rennläufe um den beliebten DMV BRC 2-Takt-Cup mit 24 Liebhabern des Zweitakt-Motorrades erneut einen dicht besetzten Startbalken. 

Für insgesamt 181 Piloten und Pilotinnen wollte auch der Wettergott sich nicht lumpen lassen und sendete am Samstag trockene Witterung; der Regen zum Sonntag tat der Strecke gut und leichter Regen am Sonntagnachmittag beeinträchtigte die Veranstaltung auch kaum.

In der MX2-Jugendklasse war mit Paul Diederich vom MSC Adenau ein Gastfahrer der beste Mann. Mit Platz 2 (1-3) sammelte Dean Klappholz aus Verl die meisten Hessencup-Punkte vor Robin Meyer (5-4) vom MSC Wachenberg Allendorf.

Eric Valtingojer, der im 2. Durchgang Platz 2 erreichte, fiel im 1. Lauf aus. Vor dem Finale am 17./18. Oktober in Kaltenholzhausen führt Valtingojer die Wertung noch mit 18 Punkten Vorsprung auf Tom Legner vom MSC Laubus-Eschbach an, doch nach Kaltenholzhausen schlägt dann der Streichergebnis-Teufel zu (die schlechteste Veranstaltung wird gestrichen).

Fabian Bittel aus dem Bayerischen Zirndorf zeigte in der MX2-Klasse ohne Altersbegrenzung wieder, wer der Chef im Ring ist. Der CRT-Suzukifahrer gewann beide Läufe vor Ansgar Strauß (2-3) bzw. vor Christian Hoßfeld (3-2), der Gesamtzweiter wurde. Hoßfeld hat vor dem Finale lediglich 7 Punkte Vorsprung auf Fabian Bittel, aber Bittel hat wegen eines „Nullers“ als Streichergebnis vor dem Finale Grande die besseren Karten.

In der Königsklasse MX1 teilten sich Robin Bergmann (AMC Langgöns) und Sören Strauß vom MSC Bielstein die Laufsiege. Der Langgönser Kawasaki-Pilot Andrè Müller (3-4) wurde Tagesdritter. Die Gaststarter Alexander Farka (4/-) und Dirk Felix Siegmund (5/-) fielen im 2. Lauf aus. Bei Punktgleichheit in Wolfshausen hat Sören Strauß in der Meisterschaft lediglich 5 Punkte Vorsprung auf Robin Bergmann; das Streichresultat könnte dem Bielsteiner aber in die Karten spielen.

In der leider nicht gut besetzten Jugendquad-Klasse holte Lukas Stribny vom AMC Langgöns mit zwei Lauferfolgen den Tagessieg vor Mirko Capuccio (MSC Bauschheim) und Marvin Schulze (MSC Michelbacher Hütte).

Bei den „großen“ Quads, in den zwei Altersklassen getrennt gewertet, bevölkerten nicht weniger als 25 Vierrad-Fahrzeuge die Strecke. Und es fiel bereits eine Entscheidung: Gastfahrer Julian Haas (Alskom KTM) wurde zwar mit beiden Laufsiegen Tagessieger. Doch der Aufenauer Lubomir Hunka wurde beide Male Zweiter und sicherte sich mit diesen 50 Hessencup-Punkten vorzeitig den Meistertitel! David Hohmann (4-4) vom MSC Aufenau, der den Start gewonnen hatte, wurde Tagesdritter. Martin Bach (15/-) vergab wegen technischer Probleme seine letzte Titelchance. Bach liegt auf Tabellenplatz 2 mit 15 Punkten Vorsprung auf Sandy Schulze, wird aber wohl sein Resultat von Wolfshausen als Streichergebnis kassieren.

In der Wertung Quads ab 35 Jahre fügte Klaus Homrich seiner beeindruckenden Bilanz einen weiteren Doppelsieg vor Gaststarter Dietmar Bazle (2-2) und Michael Weyandt (5-3) hinzu. Weil Homrich zwei Rennen verpasst hat, führt jedoch Markus Strumpler in der Tabelle mit 31 Punkten Vorsprung auf Eldor Braun.

Das Seniorenrennen gewann auf der 1350 Meter langen Strecke Knut Valtingojer mit zwei Laufsiegen vor Thomas Brehl (Sinngrund, 2-2) und dem Lokalmatadoren Jörg Wenzel (3-3). Valtingojer geht in Kaltenholzhausen mit einem Vorsprung von 10 Punkten auf Thorsten Pehl ins Rennen.

Die „Klassiker“ mit und ohne Twinshocks fuhren wie immer gemeinsam und brachten immerhin 18 Fahrer auf die Strecke. In der Klassik-Wertung gewann, wie fast immer, Franz Baur auf seiner CZ mit einem Doppelsieg vor Gaststarter Wolfgang Schwartz (3-2) und Lefty Faber (2-3). Wolfgang Büttner mit der Jawa-Husqvarna und Karl Seipel auf Maico folgten auf den Plätzen.

In der Twinshock-Klasse war, wie schon so oft, Christoph Leyendecker der überragende Mann auf seiner Maico; Arno Lederer und Robert Löw folgten auf dem gleichen Fabrikat aus der Maico Schmiede Essen. Die Meisterschaft führt der nicht anwesende Maik Kaltenberg noch mit 7 Punkten als Polster vor Leyendecker an. In Kaltenholzhausen darf man sich auf ein spannendes Finale gefasst machen.

Das Highlight einer jeden Hessencup-Veranstaltung, der Hessenpokal mit den besten Fahrern dreier Klassen, konnte Robin Bergmann mit einem Doppelsieg für sich verbuchen. Auf den Plätzen folgten die Gaststarter Yannick Grimiaux (2-4) und Dirk Siegmund (4-3). Dominic Meuser wurde Vierter und hat in der Meisterschaft nun 15 Punkten Rückstand auf Bergmann, der Langgönser dürfte aber von seinem Streichergebnis in Beuern profitieren.

Die Damenklasse fuhr ihre Rennen am Samstag, da am Sonntag die Läufe des DMV Ladies Cup stattfanden. Am Samstag wurden aber leider nur drei eingeschriebene Ladies gewertet. Die Tageswertung entschied die Niederländerin Britt van den Werff mit zwei Siegen vor der aus Dänemark angereisten Amanda Strom für sich. Mit Gina-Marie Piepke war auch die Dritte eine Gaststarterin; beste im Hessencup wurde Luisa Rennesland (5-5) vor Kimberley Gundlach (6-6).

Auch im DMV Ladies Cup setzzte sich die Holländerin Van den Werff durch, hier gegen WM-Pilotin Larissa Papenmeier-Picoto (2-2) und Maria Franke (4-3).

Im DMV BRC 2-Takt-Cup wurde der Emmericher Alexander Farkas (5-1) mit 41 Punkten ganz knapp Tagessieger vor Marvin Heyner (4-2) aus Waldkappel-Breitau und Christian Herzberg (Bad Salzuflen, 3-3).

Nach den Ergebnissen von Wolfshausen darf man sich auf ein spannendes Saisonfinale  am 17. und 18. Oktober in Kaltenholzhausen freuen, wo der Hessencup 2015 nach dem 25. und 26. Juli bereits zum zweiten Mal gastiert!

Aller guten Dinge sind drei: Nur zwei Wochen später (31. Oktober) findet dann die große Hessencup-Meisterfeier statt – wieder in Kaltenholzhausen!

Pressebericht Kaltenholzhausen 30. Jul 2015 14:25 Uhr

Volles Fahrerlager in Kaltenholzhausen

 

Bevor der 8. „große“ Lauf zum ADAC/DMV Motocross Hessencup in Kaltenholzhausen gestartet wurde, kam es zum großen Rennen der kleinsten Hessencup-Teilnehmer: Beim Großen Preis von Deutschland der Seitenwagen am 19. Juli in Straßbessenbach gingen im Rahmenprogramm die Hessencup-Jugendklassen bis 50 und 65 ccm an den Start. Vor einer großen Zuschauerkulisse begeisterten die Kids in ihren Läufen. Die Jüngsten (50 ccm) Janosch Kettner (Lokalmatador vom MSC Strassbessenbach) und Niklas Saalbaum (Schwabhausen) boten eine tolle Show, teilten sich die Siege, wobei Kettner Tagessieger wurde. Nach dem Rennen in Kaltenholzhausen liegen Beide punktgleich (470) an der Tabellenspitze!

 Bei den 65ern landete Max Hero Holzapfel (MSC Waldkappel) einen Doppelsieg vor dem Langgönser Hendrik Lißfeld und Neilas Pecatauskas vom MCV Rhein-Main.

 Eine Woche später waren die Kids in Gesellschaft von 250 weiteren Hessencup-Fahrern: Die ausgezeichnete, 1700 Meter lange Strecke in Kaltenholzhausen lockte zum 8. Saisonlauf die Piloten auf zwei und vier Rädern in Massen an. Der vom MSC Kaltenholzhausen unter der Leitung von Frank Gehrke hervorragend präparierte Kurs trug zu einem perfekten Rennwochenende bei einem prall gefüllten Fahrerlager bei. 

 Auch die Instandhaltung der Strecke war vorbildlich und die Bewässerung am warmen, trockenen Sonntag funktionierte einwandfrei.

 In der MX2 Jugend gewann mit Dennis Zmija-Kalinowski aus Hennweiler ein Gastfahrer beide Läufe. Die Hessencup-Punkte griffen sich Dean Klappholz (2./2.) aus Werl und Eric Valtingojer (4./3.) ab.

 Die „grosse“ MX2-Klasse fuhr gemeinsam mit der MX2 Jugend und brachte allein 27 Fahrer an den Start! Mit Joshua Diehl (2./1.) vom Sarholz-Team gewann zwar ein bekanntes Gesicht, aber ein Gastfahrer und auch der Zweitzplatzierte Philipp Kloos bekam keine Hessencup-Punkte, sodass der Dritte Marvin Röder (1./6.) mit der vollen Punktzahl nachhause fuhr. Überraschung: Überflieger Fabian Bittel wurde im 1. Lauf nur Vierter; im 2. Rennen fiel er aus – seine schlechteste Ausbeute in der Saison 2015. Damit hat zwei Rennen vor Schluss Christian Hoßfeld (8./2.) mit 356 Punkten vor Bittel (341) die Führung übernommen.

 Auch in der Königsklasse MX1 waren zwei Gastfahrer vorn: Der Westerwälder Moritz Schittenhelm gewann die Tageswertung mit einem Doppelsieg vor Gerrit Knipprath (aus Bad Marienberg/Westerwald). Die meisten Hessencup-Punkte kassierte Dominic Meuser (3./4.) vor seinem Langgönser Clubkameraden Robin Bergmann. Sören Strauß wurde Tages-Siebter, führt aber weiterhin die Meisterschaft (342 Punkte) knapp vor Bergmann (337) und Meuser (335).

 Gaststarter Jan Krug gewann am Samstag bei den 65ern vor Max Hero Holzapfel und Hendrik Lißfeld. Holzapfel konnte seinen Vorsprung in der Meisterschaft (470 Punkte) auf Lißfeld (407) damit ausbauen.

 Der trockene Sonntag begann, wie immer, mit den Classicern und der gemeinsam startenden Twinshock-Klasse. In der „Classic“ gewann einmal mehr Franz Baur auf seiner CZ vor Maico-Fan Karl Seipel und Andreas Lefty Faber (Husky). Wolfgang Büttner hatte im 2. Lauf einen Ventilschaden am Jawa-Motor.

 Keine Überraschung auch bei den Twinshocks, die „natürlich“ Maik Kaltenberg auf seiner Husqvarna vor Christoph Leyendecker und Arno Lederer gewann (beide Maico-Schmiede Essen).

 Danach kam schon der erste Lauf zum Hessenpokal. Bei Masse (25 Fahrer) und Klasse gewann mit Marvin Dietermann (MSC Sechshelden) wieder mal ein Gaststarter in beiden Läufen. Robin Bergmann und Dominic Meuser kamen jeweils als Zweiter bzw. Dritter über die Linie. Bergmann (340 Punkte) hat sich vor den letzten vier Hessen-Pokaläufen einen Vorsprung von 7 Punkten auf Meuser (333) herausgefahren; Dritter ist Hoßfeld (316).

        

 In der Quadklasse waren wegen des parallel laufenden DM-Laufes diesmal keine prominenten Gastfahrer dabei und die Duelle konzentrierten sich auf die Hessencup-Topleute. Mit insgesamt 24 Fahrern setzte sich der Zweikampf zwischen Lubomir Hunka (Aufenau) und Martin Bach (MCC Eckartsborn) auch in Kaltenholzhausen fort. Da aber Bach im 1. Lauf technische Probleme hatte, wurde er hinter den Siegern Hunka, Gaststarter Ralf Scharnbach und Sandy Schulze nur Neunter. Im 2. Umlauf gab es das Duell mit Hunka, das der gebürtige Tscheche gewann; Dritter Scharnbach. Hunka (342 Punkte) hat sich nun ein Polster von 42 Punkten auf Bach (300) herausgefahren; Dritter ist Schulze (264).

 In der 85-ccm-Kids-Klasse waren mit Paul Nuotter und Tim Schart zwei Gaststarter vorn. Die Hessencup-Punkte kassierte Phil Niklas Löb vom MSC Laubus-Eschbach, der die Meisterwertung mit 309 Punkten vor Jan Schölzl (286) und Jonathan Weiß (281) anführt.

 Als Gastklasse gab es in Kaltenholzhausen den stark besetzten DMV BRC 2-Takt-Cup. Christian Herzberg (2./1.) gewann vor Marco Hummel (1./2.) und Doppelstarter Gerrit Knipprath (3./4.).

 Der Hessencup macht jetzt eine längere Sommer-Pause bis zum 12. September. Dann jedoch geht es mit den letzten beiden Läufen in die entscheidende Phase. Am 12./13. September ist der 9. Lauf im mittelhessischen Weimar-Wolfshausen und am 17./18. Oktober fallen die Entscheidungen beim Finale, das wieder in Kaltenholzhausen ausgetragen wird!

Pressebericht Beuern 05. Jun 2015 11:10 Uhr

WM-Luft beim Hessencup in Beuern

Wenn in Motocross-Fahrerkreisen das Wort „Beuern“ fällt, dann kann sich keiner dem Klang dieser einstigen Hochburg des Welt-Motocross-Sports entziehen: Dutzende von WM-Läufen in den 1970er- und 1980er-Jahren schufen bei Insidern einen Mythos rund um den Stirnbergring im Busecker Ortsteil in Mittelhessen.

Und auch in 2015 konnten sich hunderte diesem Mythos nicht entziehen: Rekordnennzahlen an den Pfingstfeiertagen in Beuern – jede der 17 Hessencup-Klassen war voll gebucht, dazu kamen 26 Gespanne im Classic-Seitenwagencup. 290 Fahrer und Fahrerinnen kämpften am Pfingstsamstag und –Sonntag auf dem anspruchsvollen Stirnbergkurs um Punkte!

Das Wetter spielte an beiden Tagen mit; das Rennen war gut organisiert und die Bewässerungsanlage des MSC Beuern tat brav ihren Dienst, so dass es praktisch zu keiner Staubentwicklung kam.

 

In der Königsklasse MX1 hatten diesmal gleich zwei Gastfahrer die Nase vorn: Dario Dapor vom MRSC Mernes wurde mit dem Sieg im 2. Lauf Gesamtsieger. KTM-Sarholz-Fahrer Patrick Bender, der den 1. Lauf gewonnen hatte, verpasste seine Siegchance in Rennen 2, in dem er hinter Dapor, Sören Strauß, Lokalmatador Patrick Zipf und Robin Bergmann nur Fünfter wurde. Der Bielsteiner Strauß belegte Tagesrang 3 unter 22 Piloten.

Die MX2-Klasse wurde diesmal wieder die Beute des Zirndorfers Fabian Bittel auf seiner CRT-Suzuki. Beide Läufe gewann der Bayer vor Christian Hoßfeld vom Team Honda Waldmann und der Aufenauer Marvin Röder belegte in beiden Umläufen Rang 3. Selina Schittenhelm buchte auf Platz 18 unter 25 Männern einen Achtungserfolg.

Die MX2-Jugendklasse war auf dem 1,935 km langen Rundkurs zahlenmäßig nicht so gut besetzt. Gastfahrer Dennis Zmija-Kalinowski brillierte mit einem Doppelsieg vor Eric Valtingojer vom Team Yamaha STC Racing und Tom Legner vom Team Suzuki Reinecke.

Das Highlight einer jeden Hessencup-Veranstaltung, die beiden Hessenpokal-Läufe am Sonntag mit den besten Fahrern aus MX1, MX2 und MX2 Jugend lockte auf dem Stirnberg 35 Piloten ans Startgatter. 

Und siehe da, keiner der Sieger der vorgenannten Klassen konnte die Wertung für sich entscheiden, sondern Gaststarter Marvin Dietermann vom MSC Sechshelden kam, sah und siegte mit zwei ersten Plätzen. Mit Joshua Enders vom MSC Feldatal, am Samstag ebenfalls nicht am Start, wurde ein weiterer Gastfahrer Gesamtzweiter vor MX1-Fahrer Robin Bergmann. In beiden Hessenpokal-Läufen gab es hochklassigen Sport mit zahlreichen Zweikämpfen zu sehen.

Besonders erfreulich in Beuern war die Resonanz in der neu geschaffenen Hobby-/Einsteigerklasse. 35 Piloten fuhren ans Startgitter. Kevin Kexel vom MSC Kaltenholzhausen gewann vor Chris Hüther vom MCC Eckartsborn und Andrè Orth von den MSF Laisa.

In den beiden Quadklassen wollten insgesamt 33 (!) Piloten mitfahren. Es wurde eine sehr gute Regelung getroffen, dass die eingeschriebenen Fahrer ab 14 Jahren unter sich blieben und die „Senioren“ ab 35 Jahren gemeinsam mit allen Gastfahrern starteten. Damit war die Klasse ab 14 Jahre mit „nur“ 15 Quads besetzt, doch die konnten frei von allen Aussenwirkungen, um die Hessencup-Punkte kämpfen. Lubomir Hunka vom MSC Aufenau gelang ein Doppelsieg vor seinem Teamkollegen Martin Bach vom Racing Team Stemper. Die beherzte Dame Sina Willmann vom MSC Oberes Weißtal platzierte sich als Dritte auf dem Treppchen. Max Mildenberger, Aufsteiger aus der Jugendklasse, wurde guter Neunter.

In der „Gaststarter-/Klasse ab 35 Jahre“ war Eldor Braun zweimal bester eingeschriebener Fahrer vor Clubkamerad Klaus Homrich von den MSF Winningen und Marcus Strumpler (Alskom-KTM). Die Wertung des besten Gastfahrers gewann Alskom-KTM-Topfahrer Stefan Schreiber mit einem souveränen Doppelsieg vor Ralf Scharnbach (Willmann Racing) und Frank Jürgens (Ruthracing). Julian Haas, im ersten Lauf Zweiter hinter Schreiber, fiel im 2. Durchgang aus.

In der Classic-Klasse gewann Abonnementsieger Franz Baur auf seiner CZ beide Rennen vor „Lefty“ Faber (Husqvarna) und Aufenaus Präses Karl Seipel (Maico), der sich im 2. Durchgang klar zu steigern wusste. Anton Kutter wurde durch einen Motorschaden zurückgeworfen, Sprecher/Fahrer Hans Breitel ging der Sprit aus!

Die mit dem Classic-Feld mitfahrenden Twinshocks wurden von Twinshock-Papst Maik Kaltenberg vor dem Beuerner Lokalmatador Maik Wagner und Christoph Leyendecker (Grünebach) gewonnen.

Bei den leider nur vier Damen setzte sich Luisa Rennesland (MCV Rhein-Main) vor Andrea Kalina (Bauschheim) und Mariel Tegel (MSC Kassel) durch.

Den Classic-Seitenwagen-Bewerb gewann das Team Hug/Meyer aus Schopfheim mit den Plätzen 2 und 1 vor Barrabas/Barrabas aus Welzheim und den Österreichern Schmid/Wittmann. 

Die weiteren Klassensieger in Beuern: Niklas Saalbaum (Schwabhausen, 50 ccm), Max Hero Holzapfel (MSC Waldkappel, 65 ccm), Valentino Weßling, 85 ccm), Lukas Stribny (Langgöns, Jugendquad), Arne Gräb (Neunkirchen, Senioren) und Maik Kaltenberg (Evo).

Pressebericht Moorgrund 06. Mai 2015 15:44 Uhr

Cross-Ritter am Heiligenberg

 

Genau vier Wochen nach dem perfekten Saisonauftakt des HFM Motocross Hessencups in Langgöns bei Gießen zog es die Hessencup-Fahrer und Fahrerinnen nach Moorgrund. Die 1300 Meter lange Strecke am Heiligenberg präsentierte sich in erstklassigem Zustand und zum zweiten Mal in dieser Saison erwies sich Petrus als Crosser: Am Samstag wie am Sonntag blieb es trocken – erst nach Rennende am zweiten Tag öffneten sich die Himmelsschleusen.

Der MC Moorgrund hatte sich im Vorfeld mächtig ins Zeug gelegt und den Start von außerhalb in die Strecke gelegt, was sich als gelungene Maßnahme erwies.

Wenn auch die „Masse“ nicht so gross wie in Langgöns war, so zeigte sich auch beim zweiten Saisonrennen viel Klasse bei einer der größten Motocross-Regionalserien in Deutschland.

Die MX2-Klasse und die MX2-Fahrer bis 18 Jahren werden dieses Jahr getrennt gewertet, starten aber gemeinsam. Bei den unter 18-Jährigen war Eric Valtingojer, Neffe von Knut Valtingojer, mit einem Doppelsieg der Beste. Als Zweiter wurde Tom Legner vom MSC Laubus-Eschbach vor Tom Haupt vom MSC Weiterstadt gewertet.

Die MX2-Wertung gewann der derzeitige Überflieger im Hessencup, Fabian Bittel aus Zirndorf. Der Bayer musste sich noch im ersten Lauf Christian Hoßfeld geschlagen geben, machte dann aber im zweiten Rennen den Sack zu. Gut dabei war auch Daniel Schäffer vom MSC Aufenau, der im 2. Lauf noch vor Hoßfeld ins Ziel kam. Der 16-jährige Aufenauer Henri Heise (19./5.), der direkt von der Jugendklasse in die MX2 aufgestiegen ist, kam auf Anhieb auf den 8. Gesamtrang.

In der MX1 etablierte sich am Heiligenberg mit Sören Strauß vom MSC Bielstein ein neuer Mann ganz oben auf dem Treppchen.

Im 1. Lauf musste er dem Langgönser Dominic Meuser den Vortritt lassen, im 2. Durchgang holte sich Strauß den Tagessieg und 47 Hessencup-Punkte. Meusers Team- und Markenkollege (Suzuki, RNH-Team) Robin Bergmann wurde Gesamtdritter vor dem dritten Langgönser im Bunde, Andrè Müller.

In Moorgrund waren auch die Quads am Start, in den getrennt gewerteten Klassen ab 14 Jahre und ab 35 Jahre, 27 an der Zahl! Gaststarter Julian Haas vom Alskom KTM Team dominiert derzeit die Quadklasse und wurde Tagessieger mit einem Doppelerfolg, aber der gebürtige Tscheche Lubomir Hunka vom MSC Aufenau kassierte mit den Plätzen 3 (hinter Gaststarter Richart Schmidt) und 2 das Maximum an Hessen-Punkten. Dabei schaffte Hunka nach einem schlechten Start das Kunststück, vom 6. auf den 2. Platz vorzufahren. Martin Bach, wie Hunka für das Racing Team Stemper am Start, wurde Gesamtdritter vor Schmidt und Sandy Schulze.

Der aus der Jugendquad-Klasse aufgestiegene Max Mildenberger vom Quad Shop Altenstadt fuhr in seinem ersten Rennen in der „großen“ Klasse auf einen guten 12. Platz. Klaus Homrich (MSF Winningen) gewann, wie schon so oft, die Wertung der über 35-Jährigen.

Bei den „Classicern“ war der Biberacher Anton Kutter (vor Meister Franz Baur und Andreas-Lefty Faber) wie schon in Langgöns mit zwei Siegen überlegen. Wolfgang Büttner, der direkt von einem Classic-Rennen am Samstag in Dänemark (!) anreiste, ließ es mit Platz 6 etwas gemütlicher angehen.

Bei den Twinshock-Motorrädern war Maik Kaltenberg mit seiner Husqvarna wieder einmal das Maß der Dinge. Der Grevenbroicher gewann beide Rennen vor Dietmar Meyer und Ex-Quadfahrer Stefan Ebert (beide Maico).

Leider nur vier Girls kämpften, gemeinsam mit den Einsteiger- und Hobbyfahrern, in der Damenklasse um die Punkte. Luisa Rennesland vom MCV Rhein-Main steuerte ihre Kawasaki zweimal zum Sieg, vor Gaststarterin Bianca Kaiser und Andrea Kalina aus Bauschheim.

Highlight eines jeden Hessencup-Rennens sind die zwei Hessenpokal-Läufe der besten MX1/MX2-Fahrer am Sonntagmittag. So waren die Rennen auch in Moorgrund äußerst spannend. Dominic Meuser vom AMC Langgöns setzte sich mit den Plätzen 2 und 1 gegen seinen Vereinskamerad Robin Bergmann durch. MX1-Sieger Sören Strauss und MX2-Triumphator Fabian Bittel waren am Sonntag nicht am Start. MX2-Fahrer Christian Hoßfeld aus Wutha sicherte sich Platz 3 vor Andrè Müller.

Die Tagessieger in den anderen Klassen hießen: Niklas Saalbaum (Schwabhausen, 50 ccm), Max Hero Holzapfel (MSC Waldkappel, 65 ccm), Phil Niklas Löb (MSC Laubus-Eschbach, 85 ccm), Miro Capuccio (MSC Bauschheim, Jugendquad), Marko Gertloff (MC Ruhla, Senioren), Andrè Schnell (Langenbach, Evo) und Tizian Mey (MSC Walldorf, Einsteiger).

Der MX-Hessencup macht nach Moorgrund eine dreiwöchige Pause. Dann geht es traditionell an Pfingsten auf die anspruchsvolle, ehemalige WM-Piste auf den Stirnberg in Beuern – im Herzen der hessischen Motocross-Landschaft.

SaisonauftaktLanggöns 07. Mai 2015 15:47 Uhr

Grandioser Auftakt mit 270 Fahrern

 

Besser konnte der Auftakt gar nicht sein: Bei der fast schon traditionellen Saisoneröffnung des ADAC/DMV-Motocross-Hessencups 2015 waren beinahe alle der 270 eingeschriebenen Fahrer plus etliche Gaststarter dabei.

Damit bewies sich eine der größten deutschen Motocross-Regionalserien einmal mehr als Publikums- wie als Fahrermagnet. Die 17 Hessencup-Klassen wurden wie immer auf zwei Tage verteilt; in Langgöns ist dies der Ostersonntag und der Ostermontag, womit auch die Klassen, die am ersten Tag fahren vor zahlreichen Zuschauern zur Geltung kommen.

Der Günther-Leibrock-Ring war perfekt präpariert und der Wettergott war gnädig und schickte überwiegend Sonne.

In der Königsklasse MX1 triumphierte mit Janik Kaufmann vom MCV Rhein-Main Offenbach keiner der im letzten Jahr arrivierten Fahrer. Robin Bergmann gewann Lauf 2, der Lokalmatador hatte aber im ersten Lauf schon verwachst, weil er hinter Gaststarter Marco Hummel (Konstanz) nur Platz 3 schaffte. Nach anfänglichem 2. Platz rutschte er weg und konnte danach nur den 3. Platz wieder erobern. Der Langgönser Patrick Bender führte im 1. Lauf, musste aber nach einem Ausrutscher das Feld von hinten aufrollen, was ihm „nur“ bis Platz 6 gelang.

Dennoch hatte Bender ein Erfolgserlebnis an Ostern: Er gewann als Gaststarter mit seiner KTM die Wertung um den DMV BRC 2-Takt-Cup vor Christian Herzberg und Marco Hummel.

Die MX2-Klasse gewann Daniel Schäffer vom MSC Aufenau vor dem Topfavoriten Fabian Bittel aus Zirndorf. Der Bayer war zwar im 1. Lauf vorn, musste sich aber im 2. Durchgang mit dem 3. Rang hinter Steffen Kaiser zufrieden geben, was Tagesrang 2 bedeutete. Kaiser hatte schon im 1. Lauf mit 6 die Chancen um das Podium verspielt. Gesamtdritter wurde Christian Hoßfeld (2./4.) aus Wutha. 30 Fahrer standen am Startgatter!

In der Classic-Klasse gewann der in bestechender Form befindliche Anton Kutter vor Titelverteidiger Franz Baur und dem Feldataler Hans Breitel. Bei den jüngeren Twinshocks war Gaststarter Stephan Jöst vor Kai Nogossek und Andreas Sengpiel erfolgreich.

Highlight am zweiten Tag, in diesem Fall Montag waren die zwei Läufe um den Hessenpokal mit den besten Fahrern aus MX1 und MX2. Ein volles Feld mit 40 Fahrern ging auf die Jagd nach Hessenpokal-Punkten. Mit den Plätzen 2 und 1 setzte sich Janik Kaufmann auf seiner Kawa auch hier durch und gewann in einem turbulenten Rennen vor Marvin Dietermann vom MSC Sechshelden.

Erst in den letzten Runden des 2. Laufes sicherte sich Kaufmann den Gesamtsieg als er Dietermann noch von der Spitze abfing. Robin Bergmann (3./6.) verlor seine guten Chancen bei einem Startcrash im 2. Lauf. Joshua Enders ((Vierter im 1. Lauf) fiel im 2. Heat aus.

Carmen Allinger war unter sieben Ladies auch diesmal die Schnellste und knüpfte mit zwei Laufsiegen an ihre Erfolge von 2014 an. Hinter der Frankenthalerin finishten Anna-Lena Weinmann und Luisa Rennesland.