10. Lauf: 12./13. September Weimar-Wolfshausen

 Vorentscheidungen in Wolfshausen

Auch beim vorletzten und damit vorentscheidenden Lauf zum HFM Motocross Hessencup im mittelhessischen Weimar-Wolfshausen gab es wieder volle Starterfelder.

Zwar wurden wegen einer Jugendveranstaltung zum gleichen Termin die Jugendklassen diesmal außen vorgelassen. Doch stattdessen hatte der MSV Lahnberge im ADAC ein attraktives Rahmenprogramm: Zum einen starteten die Damen um Wertungspunkte für den DMV Ladies Cup 2015. Und zum anderen erlebten die Rennläufe um den beliebten DMV BRC 2-Takt-Cup mit 24 Liebhabern des Zweitakt-Motorrades erneut einen dicht besetzten Startbalken. 

Für insgesamt 181 Piloten und Pilotinnen wollte auch der Wettergott sich nicht lumpen lassen und sendete am Samstag trockene Witterung; der Regen zum Sonntag tat der Strecke gut und leichter Regen am Sonntagnachmittag beeinträchtigte die Veranstaltung auch kaum.

In der MX2-Jugendklasse war mit Paul Diederich vom MSC Adenau ein Gastfahrer der beste Mann. Mit Platz 2 (1-3) sammelte Dean Klappholz aus Verl die meisten Hessencup-Punkte vor Robin Meyer (5-4) vom MSC Wachenberg Allendorf.

Eric Valtingojer, der im 2. Durchgang Platz 2 erreichte, fiel im 1. Lauf aus. Vor dem Finale am 17./18. Oktober in Kaltenholzhausen führt Valtingojer die Wertung noch mit 18 Punkten Vorsprung auf Tom Legner vom MSC Laubus-Eschbach an, doch nach Kaltenholzhausen schlägt dann der Streichergebnis-Teufel zu (die schlechteste Veranstaltung wird gestrichen).

Fabian Bittel aus dem Bayerischen Zirndorf zeigte in der MX2-Klasse ohne Altersbegrenzung wieder, wer der Chef im Ring ist. Der CRT-Suzukifahrer gewann beide Läufe vor Ansgar Strauß (2-3) bzw. vor Christian Hoßfeld (3-2), der Gesamtzweiter wurde. Hoßfeld hat vor dem Finale lediglich 7 Punkte Vorsprung auf Fabian Bittel, aber Bittel hat wegen eines „Nullers“ als Streichergebnis vor dem Finale Grande die besseren Karten.

In der Königsklasse MX1 teilten sich Robin Bergmann (AMC Langgöns) und Sören Strauß vom MSC Bielstein die Laufsiege. Der Langgönser Kawasaki-Pilot Andrè Müller (3-4) wurde Tagesdritter. Die Gaststarter Alexander Farka (4/-) und Dirk Felix Siegmund (5/-) fielen im 2. Lauf aus. Bei Punktgleichheit in Wolfshausen hat Sören Strauß in der Meisterschaft lediglich 5 Punkte Vorsprung auf Robin Bergmann; das Streichresultat könnte dem Bielsteiner aber in die Karten spielen.

In der leider nicht gut besetzten Jugendquad-Klasse holte Lukas Stribny vom AMC Langgöns mit zwei Lauferfolgen den Tagessieg vor Mirko Capuccio (MSC Bauschheim) und Marvin Schulze (MSC Michelbacher Hütte).

Bei den „großen“ Quads, in den zwei Altersklassen getrennt gewertet, bevölkerten nicht weniger als 25 Vierrad-Fahrzeuge die Strecke. Und es fiel bereits eine Entscheidung: Gastfahrer Julian Haas (Alskom KTM) wurde zwar mit beiden Laufsiegen Tagessieger. Doch der Aufenauer Lubomir Hunka wurde beide Male Zweiter und sicherte sich mit diesen 50 Hessencup-Punkten vorzeitig den Meistertitel! David Hohmann (4-4) vom MSC Aufenau, der den Start gewonnen hatte, wurde Tagesdritter. Martin Bach (15/-) vergab wegen technischer Probleme seine letzte Titelchance. Bach liegt auf Tabellenplatz 2 mit 15 Punkten Vorsprung auf Sandy Schulze, wird aber wohl sein Resultat von Wolfshausen als Streichergebnis kassieren.

In der Wertung Quads ab 35 Jahre fügte Klaus Homrich seiner beeindruckenden Bilanz einen weiteren Doppelsieg vor Gaststarter Dietmar Bazle (2-2) und Michael Weyandt (5-3) hinzu. Weil Homrich zwei Rennen verpasst hat, führt jedoch Markus Strumpler in der Tabelle mit 31 Punkten Vorsprung auf Eldor Braun.

Das Seniorenrennen gewann auf der 1350 Meter langen Strecke Knut Valtingojer mit zwei Laufsiegen vor Thomas Brehl (Sinngrund, 2-2) und dem Lokalmatadoren Jörg Wenzel (3-3). Valtingojer geht in Kaltenholzhausen mit einem Vorsprung von 10 Punkten auf Thorsten Pehl ins Rennen.

Die „Klassiker“ mit und ohne Twinshocks fuhren wie immer gemeinsam und brachten immerhin 18 Fahrer auf die Strecke. In der Klassik-Wertung gewann, wie fast immer, Franz Baur auf seiner CZ mit einem Doppelsieg vor Gaststarter Wolfgang Schwartz (3-2) und Lefty Faber (2-3). Wolfgang Büttner mit der Jawa-Husqvarna und Karl Seipel auf Maico folgten auf den Plätzen.

In der Twinshock-Klasse war, wie schon so oft, Christoph Leyendecker der überragende Mann auf seiner Maico; Arno Lederer und Robert Löw folgten auf dem gleichen Fabrikat aus der Maico Schmiede Essen. Die Meisterschaft führt der nicht anwesende Maik Kaltenberg noch mit 7 Punkten als Polster vor Leyendecker an. In Kaltenholzhausen darf man sich auf ein spannendes Finale gefasst machen.

Das Highlight einer jeden Hessencup-Veranstaltung, der Hessenpokal mit den besten Fahrern dreier Klassen, konnte Robin Bergmann mit einem Doppelsieg für sich verbuchen. Auf den Plätzen folgten die Gaststarter Yannick Grimiaux (2-4) und Dirk Siegmund (4-3). Dominic Meuser wurde Vierter und hat in der Meisterschaft nun 15 Punkten Rückstand auf Bergmann, der Langgönser dürfte aber von seinem Streichergebnis in Beuern profitieren.

Die Damenklasse fuhr ihre Rennen am Samstag, da am Sonntag die Läufe des DMV Ladies Cup stattfanden. Am Samstag wurden aber leider nur drei eingeschriebene Ladies gewertet. Die Tageswertung entschied die Niederländerin Britt van den Werff mit zwei Siegen vor der aus Dänemark angereisten Amanda Strom für sich. Mit Gina-Marie Piepke war auch die Dritte eine Gaststarterin; beste im Hessencup wurde Luisa Rennesland (5-5) vor Kimberley Gundlach (6-6).

Auch im DMV Ladies Cup setzzte sich die Holländerin Van den Werff durch, hier gegen WM-Pilotin Larissa Papenmeier-Picoto (2-2) und Maria Franke (4-3).

Im DMV BRC 2-Takt-Cup wurde der Emmericher Alexander Farkas (5-1) mit 41 Punkten ganz knapp Tagessieger vor Marvin Heyner (4-2) aus Waldkappel-Breitau und Christian Herzberg (Bad Salzuflen, 3-3).

Nach den Ergebnissen von Wolfshausen darf man sich auf ein spannendes Saisonfinale  am 17. und 18. Oktober in Kaltenholzhausen freuen, wo der Hessencup 2015 nach dem 25. und 26. Juli bereits zum zweiten Mal gastiert!

Aller guten Dinge sind drei: Nur zwei Wochen später (31. Oktober) findet dann die große Hessencup-Meisterfeier statt – wieder in Kaltenholzhausen!